sensibel

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Sensibelchen. Es gibt Leute, die feiern das. Viel fühlen ist schön. Banalität existiert kaum, weil alles etwas auslöst, alles ist wichtig. Alles. „Über was du nachdenkst.“ Ein kleines Problem, eine minimale Unstimmigkeit explodiert bis zur Endlosigkeit. Wieder hab ich das Gefühl mich zu beschweren. Sensibel zu sein bedeutet die Welt wichtig zu nehmen und sich gleichzeitig selbst SEHR wichtig zu nehmen. Ich will nicht so viel Platz einnehmen. Vielleicht im Mittelpunkt stehen, doch nur im schillernden Licht. Der Widerspruch poliert seine Diamanten. Ich, die predigt, dass jedes Problem seine Rechtfertigung hat, verurteilt sich nun selbst. In Zeiten der Depression hat das ganze Sinn ergeben. Ich konnte es vor mir selbst rechtfertigen. Das ist eine Krankheit. Die Melodramatik, das Übertreiben gehört nun mal dazu. Jetzt ist die Psyche theoretisch gesund. Ja – Borderline Tendenzen sind in meine Persönlichkeit geschliffen. Das Leben im Extrem in den Strängen meiner DNA verankert. Das Glück strahlt und schimmert. Funkelnde Extravaganz. Das Grau begräbt mich. Ausgraben, schweben, verschütt gehen, auflösen, auferstehen. Tausend Erkenntnisse und nie ankommen. Und wieder möchte ich mich selbst verurteilen. Denn in diesem Text nehm ich mich aufs Neue zu wichtig. „Du bist NICHT das Gefühl.“ Das Gefühl muss trotzdem verarbeitet werden. Die Wellen schwächen den Körper, bis ich wieder voller Energie erwache und mich jedes Detail mit Staunen erfüllt. Ausnahmsweise endet der Text ohne Erkenntnis. Die maximale Antwort ist, dass es keine gibt. Seufzen. Meine Umgebung flüstert: „es ist alles nicht so schwer“. Ein Haken holt mich aus der Tiefsee.

sensibel

2 Gedanken zu “sensibel

  1. Dein Text hat mir eine Tür geöffnet, hinter der sich Ungewisses befindet. Das ist nicht ganz einfach für mich, aber ich bin Dir dankbar dafür. Denn ich habe mich nach wie vor nicht wirklich gefunden bislang, mein Status Quo ist der, den Du mit diesen Worten beschrieben hast: „Tausend Erkenntnisse und nie ankommen. Und wieder möchte ich mich selbst verurteilen.“

    Aber nun ist da, durch Deinen Eintrag inspiriert, ein Weg auf dem ich weiter suchen könnte.

    Viele freundlcihe Grüße an Dich!

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